Herzlich willkommen
Dr. Ludwig Schnurrer feierte seinen 85. Geburtstag
Dr. Ludwig Schnurrer
Foto: JoE
Am 12. Februar konnte der langjährige Stadtarchivar Dr. Ludwig Schnurrer seinen 85. Geburtstag bei guter Gesundheit und ungebrochener Schaffenskraft feiern. Rothenburg besitzt mit ihm einen profilierten, weit über die Grenzen der Region bekannten Landeshistoriker, der die Geschichte der Reichsstadt und ihres Umlandes in einem Umfang und in einer Qualität erforscht hat wie vor ihm keiner – ohne dabei Winterbach, Bensen, Schnizlein oder Schattenmann Unrecht zu tun.
Nach seinem Einsatz als blutjunger Soldat im 2. Weltkrieg studierte der gebürtige Dinkelsbühler in München Geschichte, Englisch und Germanistik und promovierte in mittelalterlicher Geschichte. Hierbei entwickelte er sich zum Fachmann für das mittelalterliche Urkundenwesen. Nach anfänglichen Berufsjahren als Gymnasiallehrer in Neumarkt/Oberpfalz und Dinkelsbühl kam er nach 1964 Rothenburg, wo er bis zu seiner Pensionierung 1989 unter anderem als Beratungslehrer wirkte.
Von 1964 bis 1997 betreute er nebennamtlich das Rothenburger Stadtarchiv. Es werden in diesen Jahrzehnten Tausende von Benutzern gewesen sein, vom hilfesuchenden Schüler über den Ahnenforscher bis hin zum Professor aus Übersee, denen Dr. Schnurrer sachkundig und hilfsbereit zur Seite stand. Auch heute noch ist sein Rat in vielen Dingen gefragt.
35 Jahre lang war er 2. Vorsitzender des Vereins Alt-Rothenburg und betreute in dieser Funktion dessen wissenschaftliche Publikationen, gar 42 Jahre war er Redakteur der „Linde“, der heimatgeschichtlichen Beilage zum „Fränkischen Anzeiger“. Er begründete die winterliche Vortragsreihe des Vereins Alt-Rothenburg, die sich stets guten Zuspruchs erfreute, und organisierte diese bis vor wenigen Jahren. Mit vielen Vorträgen – auch bei offiziellen Anlässen der Stadt – hat er dazu beigetragen, das historische Wissen über unsere Stadt einem breiten Kreis zu vermitteln. Sein Arbeitsfeld war weit gestreut, Schwerpunkte waren etwa die Topplerzeit, Künstler und Handwerker, Kirchengeschichte, reichsstädtische Bildungseliten. Dazu und zu vielen anderen Themen veröffentlichte er Hunderte von Aufsätzen in der „Linde“, in den Jahrbüchern des Vereins, in Fachzeitschriften. Und das in einer Sprache, die dem Laien verständlich war und zugleich höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügte. Zu seinen großen Leistungen gehören besonders das Dinkelsbühler (1960/62) und das Rothenburger (1999) Urkundenbuch, die der Geschichtsforschung noch viele Jahrzehnte lang als unschätzbare Quellen dienen werden.
Ohne Übertreibung darf man Ludwig Schnurrer einreihen in die Liste der bedeutenden Gelehrten, die mit Talent und Fleiß die reichsstädtische Vergangenheit unserer Stadt mitprägten. Dem Jubilar seien noch viele gesunde – und im Interesse der Stadt: arbeitsreiche – Jahre vergönnt.
Warum sich das Aussehen
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Die Vortragsreihe im Winterhalbjahr 2011/12
Markus Rehfeld M.A.
bei seinem Vortrag über das Oppidum in Finsterlohr, einem der eindruckvollsten keltischen Denkmälern Süddeutschlands. Foto: Jochen Ehnes
Markus Rehfeld, M.A.
Creglingen/Würzburg
Vortrag zum Thema:
Zeugnis aus keltischer Zeit -
Das Oppidum Finsterlohr/Burgstall
mehr
20.00 Uhr | Gasthaus Glocke | Plönlein
91541 Rothenburg ob der Tauber | Eintritt frei.
Kein freier Platz und übervoll
war die "Kelter" der Glocke beim hochinteressanten Vortrag von Markus Rehberg über das Oppidum bei Finsterlohr.
© Jochen Ehnes
Jérome Zahn
Leiter der Bauhütte St. Jakob, Rothenburg
Vortrag zum Thema:
Ein Denkmal pflegen:
Die große Restaurierungsmaßnahme 2005 – 2011 an der St. Jakobskirche in Rothenburg
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20.00 Uhr | Gasthaus Glocke | Plönlein
91541 Rothenburg ob der Tauber | Eintritt frei.
Die Geschichte des Bauhandwerks
in Rothenburg ist Thema dieses Vortrags von Dr. Hellmuth Möhring. © Jochen Ehnes
Dr. Hellmuth Möhring
Leiter des Reichsstadtmuseums Rothenburg
Vortrag zum Thema:
Neue Erkenntnisse zur Geschichte des
Rothenburger Bauhandwerks vom 17. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts
mehr
20.00 Uhr | Gasthaus Glocke | Plönlein
91541 Rothenburg ob der Tauber | Eintritt frei.
Dabei sein beim Denkmaltag
Denkmale zum Tag des offenen Denkmals 2012 jetzt anmelden
Bonn, 1. Februar 2012.
Eigentümer von historischen Bauten können ihre Denkmale ab sofort zum Tag des offenen Denkmals am 9. September anmelden. Das teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit.
Die Veranstalter sollen dabei ein besonderes Augenmerk auf das Jahresmotto "Holz" legen: Fachwerkbauten, kostbare hölzerne Innenausstattungen von Kirchen und Profanbauten, Dachstühle oder archäologische Holzfunde stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt des Denkmaltags.
Die Anmeldung erfolgt unter www.tag-des-offenen-denkmals.de oder schriftlich bei der Stiftung. Anmeldeschluss ist der 31. Mai.
Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Mit ihm werden einmal im Jahr selten oder nie zugängliche Kulturdenkmale einem breiten Publikum geöffnet.
2011 erlebten bundesweit rund 4,5 Millionen Besucher mehr als 7.500 offene Denkmale.
Weitere Informationen zur bundesweiten Aktion und zum Motto:
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstr. 1
53113 Bonn
Tel.: 0228/9091-440
Fax: 0228/9091-449
E-Mail: denkmaltag@denkmalschutz.de oder
unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.
Jugendfotowettbewerb gestartet
Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre können sich ab sofort am Jugendfotowettbewerb Fokus Denkmal beteiligen. Dazu ruft die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als Ausrichterin des bundesweiten Wettbewerbs auf. Zum Jahresmotto "Holz" sucht die Stiftung besondere Detailaufnahmen und Motive, die diesen natürlichen Baustoff in Szene setzen.
Infos und Ausschreibung zu Fokus Denkmal finden Sie hier.
Zuhause unter Gästen
Ein Fund bei GEO.de
11.000 Einwohner und mehr als zwei Millionen Besucher. Einige lieben sie, einige sind genervt. Und viele fragen sich zu recht: Wie viel Tourismus verträgt Rothenburg ob der Tauber?
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Umgang mit dem Wiederaufbau
Das Eckhaus Milchmarkt/Stollengasse im Jahr 1861. Der Wiederaufbau nach 1945 verzichtete auf manches Baudetail und veränderte sogar die Geschosshöhe des traufseitigen Baus zum Milchmarkt hin, bewahrte aber in Grundidee und Maßstäblichkeit Alt-Rothenburger Tradition. Foto: Fränkischer Anzeiger/VAR
Verein Alt-Rothenburg befasste sich mit aktuellen Fragen des Denkmalschutzes
ROTHENBURG – Bei der einer der letzten Ausschusssitzung des Vereins Alt-Rothenburg im „Greifen“ ging es um aktuelle Probleme des Denkmalschutzes. Daneben besprach man Organisatorisches.
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Wir unterstützen das Blindenstadtmodell
für Rothenburg ob der Tauber
Bronzene, mit Blindenschrift beschriftete Stadtmodelle gibt es bereits in über 40 Städten, unter anderem in München, Nürnberg und Bamberg. Dort stellen sie für Sehende, Blinde und Sehbehinderte beliebte Anziehungspunkte dar.
Nun hat der Verein der Rothenburger Gästeführer den Anstoß gegeben, auch Rothenburg mit einem Stadtmodell um eine Attraktion reicher zu machen. Dieses Modell soll die Rothenburger Altstadt abbilden und im Zentrum der Altstadt öffentlich zugänglich aufgestellt werden.
Damit das Modell witterungsbeständig ist, wird es aus Bronze hergestellt. Das Material erlaubt eine detailgetreue Abbildung und das Anbringen von Erklärungen in Blindenschrift.
Anders als ein Stadtplan wird ein solches Modell besonders Blinden und Sehbehinderten einen Zugang zur Gestalt und Geschichte Rothenburgs bieten. Aber auch allen übrigen Bewohnern und Gästen der Stadt wird ein Modell ungewöhnliche Blickwinkel und neue Perspektiven auf Rothenburg eröffnen.
Der Oberbürgermeister der Stadt Rothenburg Herr Walter Hartl hat freundlicherweise die Schirmherrschaft über dieses städtisch und touristisch interessante Projekt des Vereins der Rothenburger Gästeführer übernommen.
Um das Projekt zu realisieren, bittet der Verein der Rothenburger Gästeführer um Unterstützung.
Spendenkonto:
Stadt Rothenburg ob der Tauber
Kontonummer: 195 040
BZL: 765 518 60, Sparkasse Rothenburg ob der Tauber
Bitte geben Sie als Verwendungszweck „Blindenstadtmodell“ an.
Ab einer Spendensumme von 100 EUR erhalten Sie automatisch eine Spendenquittung.
Der Verein der Rothenburger Gästeführer dankt allen Unterstützern, Förderern und Spendern.
Kontakt:
Harald Ernst
Vorsitzender des Verein der Rothenburger Gästeführer
Telefon: 07958 . 570
Carmen Palm, Ressort Blindenstadtmodell,
Telefon: 09865 . 831
4122
