Einladung zum Weltgästeführertag in Rothenburg

Am kommenden Wochenende findet der alljährliche Weltgästeführertag statt. Auch in Rothenburg wird es wieder eine Reihe hochinteressanter Sonderführungen geben, eine am Samstagabend und vier am Sonntag. Weitere Informationen finden Sie unter

https://www.rothenburg-tourismus.de/wp-content/uploads/2020/02/WGFT_2020_Flyer-Final.pdf

 

 

 

Samstag, 29.02.2020

Kirchenführung bei Kerzenschein in der Franziskanerkirche oder St.-Jakobs-Kirche

Wir starten das Wochenende zum Weltgästeführertag 2020 am Samstagabend mit einer Führung durch Pfarrer Dr. Oliver Gußmann und Camilla Ebert. Die Franziskanerkirche ist einer der kühlsten Orte, was die Temperaturen Ende Februar betrifft – deshalb: warme Kleidung tragen! Und einer der wärmsten Stellen Rothenburgs, was die Strahlkraft der Kirche betrifft. Vor allem, wenn man sie bei Kerzenschein und Musik erleben kann wie an diesem Abend. Wir erfahren dabei einiges über Franz von Assisi und „seine“ Kirche in Rothenburg.

Samstag – 18:00 Uhr | Treffpunkt: Vor der Kirche.

Es kann sein, dass die Franziskanerkirche wegen Sanierungsarbeiten im Jahr 2020 schon im Februar nicht mehr betretbar ist. Dann findet die Führung zu Lieblingsorten in der St.-Jakob-Kirche statt.

 

 

Sonntag, 01.03.2020

Die St.-Wolfgangs-Kirche –
Außen trutzig – innen putzig

Hier vereinigen sich der christliche Glaube und die Wehrhaftigkeit der Stadt, um diese zu schützen. Doch was war zuerst – die Kirche oder die Mauer? Was macht diesen Platz so besonders? Die Lage? Seine Entstehung? Das Zusammenspiel von Kirche und Verteidigung? Diesen Fragen wollen wir gemeinsam nachgehen und Ihnen dieses Kleinod nä-her-bringen. Gehen Sie mit uns auf eine spannende Entdeckungsreise um und in die Wehrkirche.

Sonntag – 11:00 Uhr | Treffpunkt: Vor der St.-Wolfgangs-Kirche
Gästeführer: Andrea Weinhardt, Elena Kandert.

 

 

Lieblingsort: Burggarten –
über die Wurzeln der Stadt

Legenden vermischen sich mit Wahrheiten. Der Burggarten, als Relikt der ehema-ligen groß angelegten Stauferburg, zeugt heute noch von einer großen Geschichte. Wir machen sie ein Stück erlebbar und freuen uns auf einen Rundgang mit Ihnen durch den Burggarten, mit den fantastischen Aussichten über das pittoreske Tau-bertal, in eine reiche Vergangenheit und Sagenwelt. Lassen Sie sich von uns gedanklich von A wie Alemannen über K wie Kelten und Kobolzell bis Z wie zauberhafte Sagen und Legenden zum Ursprung unserer Stadt zurückversetzen – sozusagen lebendige Heimat- und Sachkunde „…nit bloaß für Roetheburcher…“

Sonntag – 12:00 Uhr | Treffpunkt: Im Burgtor
Gästeführer: Claudia Brand, Elke Wedel, Andreas Mendl

 

 

Die St.-Jakobs-Kirche
für die Analphabeten des Mittelalters

Viele Rothenburger Bürger konnten im Mittelalter weder lesen noch schreiben. Wie war es ihnen möglich, die Bibel kennenzulernen und zu erfahren, was darin stand? Die einfachste und beste Möglichkeit, die Bibel kennenzulernen, waren daher Bilder und Symbole. Bei den Bildern konnten die Menschen zum Teil ganze Lebensgeschichten durch eine Bildergeschichte „miterleben“. Symbole hingegen sollten auf einen Blick schon eine Bedeutung haben. Die moderne Plastik des Jakobspilgers vor der Kirche zum Beispiel wäre mit seinen laufenden Beinen, dem Wanderstab in der Hand und einem Hut auf dem Kopf auch von den mittelalterlichen Betrachtern erkannt worden. In seinem Vortrag lenkt Stefan Holzhauser den Blick auf eben diese Bilder, Sym-bole und Details, um dem Betrachter die damalige Welt näher zu bringen.

Sonntag – 14:00 Uhr | Treffpunkt: Vor der St.-Jakobs-Kirche
Gästeführer: Stefan Holzhauser

 

 

 

Die Michaelskapelle –
Vom Kirchenraum zum Biergarten

Die Michaelskapelle mit dem Gebeinhaus lag direkt am Friedhof um die St.-Jakobs-Kirche. 1812 wurde der sakrale Bau, der lange als Bibliothek diente, an Privat verkauft, um dort ein Gärtlein anzulegen. Jetzt sehen Sie nur noch Reste der ehemaligen Sakristei und Wandreste mit Maßwerk aus der Kapelle. Fast zeitgleich mit der Fertigstellung des Kirchenschiffes der St.-Jakobs-Kirche erbaut, wirft es viele Fragen auf: Wann wurde der Friedhof aufgelöst? Was geschah mit der Kapelle, dem Beinhaus? Wo war zunächst der Neue Friedhof und wie wurde es zu einem idyllischen Biergarten mit einzigartigem Blick auf die St.-Jakobs-Kirche.

Sonntag – 15:00 Uhr | Treffpunkt: St.-Jakobs- Kirchplatz, Aufgang ehemalige Sakristei
Gästeführer: Jutta Rohn, Camilla Ebert