Das Buch von Thilo Pohle zu 40 Jahre Arbeit der Dokumentarfilmgruppe Rothenburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Buch von Thilo Pohle zu 40 Jahre Arbeit der Dokumentarfilmgruppe Rothenburg:
„Wenn lang die Bilder schon verblassen… – Das Abenteuer Schule im Umgang mit Erinnerung“

Als ehemaliges Mitglied der ersten Filmgruppe habe ich Mitte der 1980er Jahre vor allem hinter der Kamera mit anderen Mitschüler/innen den Film der „Männer von Brettheim“ gefilmt.

Jochen Ehnes war Mitte der 1980er Jahre Mitglied der ersten Filmgruppe, die den Dokumentarfilm „Die Männer von Brettheim“ drehten. Foto: © Katharina Schalk

Nun bin ich seit mehr als 35 Jahren in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit tätig. Die Filmarbeit von damals prägt auch heute noch mein christliches, politisches und demokratisches Denken und Handeln.

Dieser Film über die „Männer von Brettheim“ ist zu gut und zu wichtig – und leider noch immer notwendig -, um ihn nicht zu zeigen.

Deshalb habe ich seit eingen Jahren das Privileg als ehemaliger „Filmschüler“ in Absprache mit Thilo Pohle, diesen Film im Rahmen meiner Tätigkeit als Bildungsreferent in der Fachstelle für katholische Kinder- und Jugendarbeit im Dekanat Ansbach in vielen Schulen der Region zeigen zu dürfen.

Das nun vorliegende Buch über die Arbeit der Dokumentarfilmgruppe der Realschule Rothenburg war aus meiner Sicht längst überfällig. Es zeigt, wie wir damals und wie heute die junge Generation von Schülerinnen und Schülern sich mit der Geschichte der NS-Zeit auseinandersetzen und so viel mehr über diese Zeit lernen, als sie es je in Geschichtsbüchern lernen könnten.

Und deshalb möchte ich Ihnen dieses wichtige Buch mit vielen Hintergrundinfos ganz persönlich sehr ans Herz legen. Es gehört zu den wichtigsten Büchern, die die Geschichtsarbeit von zehn Generationen „Filmschülern“ in Rothenburg und der Region eindrucksvoll beschreibt.

Jochen Ehnes
ehem. Filmschüler der Dokuentarfilmgruppe Rothenburg

 

Thilo Pohles Buch über die 40jährige Arbeit der Dokumentarfilmgruppe

Das Buch von Thilo Pohle zu 40 Jahre Dokumentarfilmgruppe Rothenburg.

Dieses Buch zeigt, dass Schüler die Welt verändern können. Schule kann ein faszinierendes Abenteuer sein. Dazu braucht es mutige junge Menschen voller Neugierde und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Das Buch berichtet, wie abenteuerlich, bewegend, kreativ, aber auch gefährlich es sein kann, wenn 12 bis 16-jährige Realschülerinnen und Realschüler sich auf den Weg machen, eine Vergangenheit zu entdecken, die sie selbst nie erleben konnten.

Dieses Buch zeigt, dass Zuhören keine Selbstverständlichkeit ist: Man kann es lernen, es kann begeistern und erschüttern, manchmal sprachlos machen. Am schmerzhaftesten war es, wenn wir erlebten, dass die Opfer jener Zeit auch heute angegriffen werden.

Wir mussten in diesen vielen Jahren lernen, dass es nicht reicht, zuzuhören. Brettheim hat uns gelehrt, wie wichtig es ist, Ungerechtigkeit nicht einfach hinzunehmen. Wir lernten, wie wichtig es ist, dabei gemeinsam nach Freunden zu suchen. Dann kann es sogar gelingen, dass mit Unterstützung des Bundespräsidenten die Todesurteile von 1945 aufgehoben werden.

Leitet seit über 40 Jahren die Dokumentarfilmgruppe: Thilo Pohle. © Jochen Ehnes

Brettheim machte uns Mut, in vier Filmen in Gesprächen mit Augenzeugen auch die NS-Zeit in Rothenburg zu dokumentieren. Das Ende der jüdischen Gemeinde war dabei für uns eine ganz besondere Herausforderung.

(Auszug aus der neuen Netzseite der Dokumentarfilmgruppe der Realschule Rothenburg).

Nähere Infos und einen Link zur Buchbestellung finden Sie hier.

 

Das Beitragsfoto (s/w) zeigt Jochen Ehnes (damals 19 Jahre) an der Kamera und Thomas Hufnagl (r.) bei Aufnahmen zur Trauer- und Gedenkfeier in Brettheim am 10. April 1985. Foto: Dokumentarfilmgruppe Rothenburg.