Satzung

§ 1
Der Verein führt den Namen „Verein Alt-Rothenburg e.V.“ und hat seinen Sitz in Rothenburg ob der Tauber. Der Verein wurde im Jahre 1898 gegründet und ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Rothenburg ob der Tauber eingetragen.
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§ 2
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung vom 24. Dezember 1953, und zwar folgende Aufgaben:
1.
Rothenburg ob der Tauber als Denkmal mittelalterlicher Kultur im ganzen zu erhalten und den Wiederaufbau der Altstadt nach Kräften zu fördern;
2.
die Baudenkmäler Rothenburgs ob der Tauber im einzelnen vor dem Verfall zu schützen und in ihrer Wesensart zu erhalten;
3.
über Rothenburg ob der Tauber hinaus an der Erhaltung fränkischer Kultur mitzuwirken, Heimatliebe zu pflegen und fränkische Geschichtsforschung zu fördern;
4.
mit gleichgearteten Vereinen und Verbänden zusammenzuarbeiten, Sammlungen einzurichten, zu unterhalten oder zu unterstützen und an Heimatblättern mitzuwirken;
5.
Gutachter von Behörden und privaten Personen in allen Fragen zu sein, die die unter 1, 2, 3 und 4 genannten Aufgaben berühren. 

§ 3
Der Verein hat
1. ordentliche Mitglieder,
2. Ehrenmitglieder und
3. beratende Mitglieder.

Ordentliche Mitglieder können juristische Personen, Vereinigungen, Firmen und Einzelpersonen werden.

Außerhalb Rothenburgs ob der Tauber wohnende ordentliche Mitglieder werden als auswärtige Mitglieder geführt. Die Aufnahme als ordentliches Mitglied kann schriftlich oder mündlich bei der Vorstandschaft beantragt werden. Die Aufnahme erfolgt durch den Vorstand; sie ist vom Ausschuß zu bestätigen.

Das ordentliche Mitglied ist berechtigt, an allen Einrichtungen des Vereins teilzuhaben. Es ist verpflichtet, im Rahmen seiner Möglichkeiten für die Aufgaben des Vereins sich einzusetzen und alles zu vermeiden, was gegen die Aufgaben des Vereins verstößt. Das ordentliche Mitglied ist verpflichtet, die Aufnahmegebühr und den Mitgliedsbeitrag pünktlich zu zahlen. Verstößt ein ordentliches Mitglied gegen seine Verpflichtungen gegenüber dem Verein, so kann der Ausschuß das Mitglied ausschließen. Vor dem Beschluß über den Ausschluß ist dem betroffenen Mitglied rechtliches Gehör vor dem Ausschuß zu gewähren. Das Mitglied kann seine Stellungnahme schriftlich oder mündlich abgeben.

Der Austritt eines Mitgliedes aus dem Verein ist schriftlich gegenüber der Vorstandschaft zu erklären. Der Austretende hat den Mitgliedsbeitrag für das laufende Jahr noch zu entrichten. Zu Ehrenmitgliedern können durch die Hauptversammlung solche Personen ernannt werden, welche sich um die Förderung des Vereinszweckes besondere Verdienste erworben haben. Zu beratenden Mitgliedern können durch den Ausschuß Personen ernannt werden, welche wissenschaftlich, künstlerisch oder fachlich anerkannt sind und sich bereit erklären, den Verein in seinen Zielen zu unterstützen.

 

§ 4
Die Höhe der Aufnahmegebühr und des Mitgliedsbeitrages wird in der Hauptversammlung festgesetzt. Etwaige Gewinne bzw. Überschüsse dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

 

§ 5
Der Vorstand des Vereins besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schriftführer und dem Kassier.

I. Der Vorstand hat das Recht:
1. den Vorstand oder den Ausschuß einzuberufen,
2. den Zusammentritt einer Mitgliederversammlung zu bestimmen,
3. die Hauptversammlung einzuberufen,
4. Anträge entgegenzunehmen,
5. in allen Versammlungen und Veranstaltungen des Vereins den Vorsitz zu führen.

Er ist verpflichtet:
1. die laufenden Geschäfte des Vereins zu führen,
2. die Vorstandschaft und den Ausschuß in regelmäßigen Zusammenkünften über die laufenden Geschäfte des Vereins zu unterrichten,
3. die Beschlüsse der Vorstandschaft, des Ausschusses, der Mitglieder- und der Hauptversammlung durchzuführen.Er vertritt gemeinsam mit einem der drei anderen Vorstandsmitglieder den Verein gerichtlich und außergerichtlich.

II. Der stellvertretende Vorsitzende:
Er vertritt den Vorsitzenden im Falle seiner Verhinderung. Besondere Aufgaben sind ihm durch Beschluß der Vorstandschaft zuzuteilen.

III. Der Schriftführer:
Er hat die Niederschriften über Mitglieder- und Hauptversammlungen, Ausschuß- und Vorstandssitzungen sowie den gesamten Schriftverkehr zu führen und alle Vereinsschriftstücke zu verwahren.

IV. Der Kassier:
Er ist verpflichtet, ordnungsgemäße Kassenbücher zu führen, eine Jahresbilanz zu erstellen und der Vorstandschaft auf Verlangen über den Stand des Vereins Vermögens jederzeit Aufklärung zu geben. Über die Einnahmen und Ausgaben sind ordentliche Belege zu führen.

Sämtliche Vereinsämter sind ehrenamtlich. – Es darf keine Person durch Verwaltungsausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Die Vorstandschaft wird der Reihenfolge nach durch die Hauptversammlung gewählt.

Die Hauptversammlung kann die jeweilige Wahlart beschließen.

Wird mehr als ein Kandidat vorgeschlagen, so hat die Wahl mittels Stimmzettels in geheimer Abstimmung zu erfolgen.

 

§ 6
Der Ausschuß setzt sich aus dem Vorstand und zehn Beisitzern zusammen. Ferner gehören auf Grund ihres Amtes dem Ausschuß zusätzlich der jeweilige Oberbürgermeister, Stadtbaumeister, Archivar und Denkmalspfleger der Stadt Rothenburg ob der Tauber an. Die Zahl der Beisitzer kann beliebig durch Beschluß der Hauptversammlung erhöht werden.Die Wahl der Ausschußmitglieder erfolgt durch die Hauptversammlung. Die Hauptversammlung beschließt die Wahlbedingungen.

Der Ausschuß beschließt über:
1. die Verwendung der Vereinsmittel,
2. alle zur Erfüllung des Vereinszweckes zu treffenden Maßnahmen und Anordnungen, soweit sie nicht durch die Hauptversammlung zu beschließen sind. Der Ausschuß beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

Der Ausschuß tritt zusammen, wenn mindestens drei Mitglieder des Ausschusses einen entsprechenden Antrag beim Vorsitzenden stellen, unbeschadet des Rechtes des Vorsitzenden, von Fall zu Fall den Ausschuß einzuberufen. Die Vorstandschaft und der Ausschuß sind durch die Hauptversammlung zu entlasten.

 

§ 7
Eine Mitgliederversammlung findet mindestens einmal im Jahr auf Einberufung des Vorsitzenden statt. Sie ist durch den Vorsitzenden einzuberufen, wenn entweder der Ausschuß es beschließt, oder ein Drittel der ordentlichen Mitglieder es beim Vorsitzenden beantragt. Die Ladung zur Mitgliederversammlung hat rechtzeitig zu erfolgen. Die Verhandlungspunkte sind mit der Einladung bekanntzugeben. Die Mitgliederversammlung beschließt mit Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder.

 

§ 8
Die ordentliche Hauptversammlung findet jährlich spätestens drei Monate nach Ende des Geschäftsjahres (= Kalenderjahr) statt. Zu ihr sind die Mitglieder des Vereins durch den Vorstand eine Woche vorher persönlich oder durch Zeitungsveröffentlichung zu laden. Die Hauptversammlung ist nach ordnungsgemäßer Ladung stets beschlußfähig und entscheidet durch Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder.

Die Hauptversammlung beschließt über:
1. Entlastung des Vorstandes und des Ausschusses sowie über die Genehmigung des Jahresund Kassenberichtes,
2. die Wahl des Vorstandes, der auf zwei Jahre gewählt wird,
3. die Wahl der Ausschußbeisitzer, die auf zwei Jahre gewählt werden,
4. den Haushaltsvoranschlag,
5. über Änderungen der Satzung, wobei drei Viertel Mehrheit der anwesenden Mitglieder erforderlich ist,
6. die Auflösung des Vereins bei ebenfalls erforderlicher Drei-Viertel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

 

§ 9
Anträge von Mitgliedern auf Beschlußfassung durch die Hauptversammlung sind schriftlich spätestens drei Tage vor dem Versammlungstermin beim Vorstand einzureichen.

 

§ 10
Über die Beschlüsse der Vorstandschaft, des Ausschusses, der Mitglieder- und der Hauptversammlung sind Niederschriften zu fertigen und durch den Vorsitzenden und den Schriftführer zu unterzeichnen.

 

§ 11
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins der Stadt Rothenburg ob der Tauber zu mit der Auflage, es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige kulturelle Zwecke im Sinne des § 2 Ziffer 1-5 dieser Satzung zu verwenden und im bisherigen Eigentum des Vereins stehende Kulturwerte nicht zu veräußern, sondern im Interesse der Allgemeinheit für spätere Generationen zu erhalten.

 

§ 12
Soweit nicht in der Satzung besonders bestimmt, gelten die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches §§ 21 ff BGB. Die Haftung aus Rechtsgeschäften im Namen des Vereins Alt-Rothenburg e.V. wird auf das Vereinsvermögen beschränkt.

 

Inkrafttreten
Die vorstehende Satzung tritt an Stelle der am
25. 07. 1946 sowie am
15. 06. 1951 und am
29. 10. 1954 angenommenen Satzung.

Sie ist mit der Genehmigung durch die Hauptversammlung vom 21. April 1961 in Kraft getreten.