Am 11. September 2016 ist Tag des offenen Denkmals

Auch in und um Rothenburg sind wieder Dekmale zu besichtigen, die sonst (i.d.R.) nicht zu besichtigen sind. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen. © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Mehr als 8.000 Denkmale bundesweit geöffnet

Mehr als 8.000 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten öffnen am Tag des offenen Denkmals am 11. September deutschlandweit ihre Türen. Das teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz aus Bonn als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit.

Passend zum Jahresmotto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ können die Besucher vor Ort erleben, wie viele Engagierte auf allen Ebenen nötig sind, um unser bauhistorisches Erbe vor dem Verfall zu bewahren.

Der Erfolg des Tags des offenen Denkmals ist selbst ein Paradebeispiel für ein gelungenes Zusammenspiel verschiedener Planungspartner. Ohne die Organisatoren der Länder, der Städte und Kommunen, der Initiativen und Vereine, der Kirchengemeinden und viele andere oft ehrenamtlich Engagierte und private Denkmalbesitzer wäre eine so große und flächendeckende Kulturveranstaltung wie der Denkmaltag nicht durchführbar.

Das aktuelle bundesweite Programm ist ab sofort unter www.tag-des-offenen-denkmals.de einsehbar. Dort kann man sich alle teilnehmenden Denkmale einer Region anzeigen lassen, nach Denkmalkategorien suchen und über einen Merkzettel persönliche Denkmaltouren zusammenstellen. Die mobile Nutzung vor Ort ermöglicht eine kostenfreie App.

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals bundesweit.

Die Rothenburger Landhege entdecken

Auch in und um Rothenburg sind wieder Dekmale zu besichtigen, die sonst (i.d.R.) nicht zu besichtigen sind. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen. © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Zum Ausklang des Tags des offenen Denkmals lädt der Verein Alt-Rothenburg zu zu einer Landhegewanderung von Speckheim zum Rohrturm ein.

Treffpunkt und Abfahrt nach Speckheim am Montag, 12.9.2016 um 12.00 Uhr Busbahnhof Rothenburg. Die Wegstrecke folgt etwa 15 km dem Verlauf der Landhege. Ca. 18.00 Uhr wird der Vorsitzende des Historischen Vereins Rot am See, Herr Herzig, die auch von der Stadt Rothenburg geförderten Instandsetzungsarbeiten erläutern. Gutes Schuhwerk und Trittsicherheit sind erforderlich.

Anmeldung unter Telefon
09861 . 8157 oder
09861 . 938090.

Winterliche Vortragsreihe jetzt auch im Sommer!

Sonnenuhr der Ratstrinkstube Rothenburg

Die Sonnenuhr an der Ratstrinkstube in Rothenburg wird auch vom Referenten Dr. Birmann in seinem Vortrag besprochen und erklärt. Ein interessanter Vortrag, den der Verein Alt-Rothenburg für Sie anbietet. Seien Sie uns hierzu herzlich willkommen.

Freitag, 8. Juli 2016, 19.30 Uhr
Rothenburg, Hotel-Gasthof Glocke

Sonnenuhren in Rothenburg und im Landkreis Ansbach
Symbolik, Funktion, Konstruktion
Präsentation von Dr.-Ing. Dieter Birmann, München

Sonnenuhren faszinieren durch die Vielseitigkeit der Gestaltung und unterliegen Veränderungen mit der Zeit. Anhand von Beispielen aus Rothenburg und den ca 50 Sonnenuhren im Landkreis Ansbach wird das Konstruktionsprinzip, die Zeitablesung und Symbolik erläutert. Der Referent stellt seine Restaurierung historischer Sonnenuhren und eigene Neukonstruktionen im Landkreis vor.

Veranstalter: Verein Alt-Rothenburg e.V.
Eintritt frei.
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Fotos zur Tagung "Rothenburg in Krieg und Frieden"

Rothenburg in Krieg und Frieden

Alle Fotos: Jochen Ehnes

Rothenburg in Krieg und Frieden

war Thema einer Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing in der Tagungsstätte Wildbad in Rothenburg o. d. Tauber am letzten Juniwochenende. Dabei ging es in der Hauptsache um die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in dieser kleinen Stadt. Die historischen Vorträge gingen auf den Aufstieg der Nationalsozialisten vor 1933 ein, auf die NS-Herrschaft und auf den Bombenangriff vom 31. März 1945, der einen großen Teil der Altstadt zerstörte. Die Dokumentarfilmgruppe um Thilo Pohle präsentierte den Film „Ein Tag, der zur Nacht wurde…Rothenburg in Flammen“. Den Wiederaufbau zeigte anhand vieler Bilder Hanns-Jürgen Berger aus architektonisch-denkmalpflegerischer Sicht.

Oliver Gußmann beschrieb das Leben der jüdischen Gemeinde auch lange vor der NS-Verfolgung. Heute zeugen etwa die Judengasse oder Überreste des Ritualbads von der Zeit vor der Zerstörung; Rabbi Meir ben Baruch, der hier im 13. Jahrhundert wirkte, ist in der jüdischen Religionskultur noch immer eine feste Größe. Der Vernichtungswillen der Nationalsozialisten erfasste alles jüdische Leben in der Stadt, führte zu Vertreibung, Deportationen und Ermordungen. Zur Rechenschaft für diese Taten wurde allerdings nach 1945 kaum jemand gezogen, wie Edith Raim in ihrem Vortrag ausführte.

Weitere Vorträge und angeregte Diskussionen kreisten um die Themenkomplexe von ausgebliebener und nachgeholter Vergangenheitsbewältigung, um persönliche Erinnerungen und Betroffenheit. Mitveranstalter Horst F. Rupp sprach von „Lust und Last“ des Rothenburg-Images, denn diese Stadt ist nicht nur überall auf der Welt bekannt, sondern lädt auch in besonderem Maß zur Identifikation ein. Dass es dabei zu bequem wäre, sich nur auf das schöne Stadtbild zu beziehen, machte die Tagung mehr als deutlich.

Dr. Ulrike Haerendel
Tagungsleiterin

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Das schreibt der "Fränkische Anzeiger" zur Tagung:
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Das Programm:
I. ROTHENBURG IM "DRITTEN REICH"
Aufstieg und Herrschaft des Nationalsozialismus in Stadt und Land Rothenburg
Dr. Daniel Bauer

"Ein Tag, der zur Nacht wurde … Rothenburg in Flammen"
Filmpräsentation mit anschl. Gespräch mit Thilo Pohle und weiteren Mitgliedern der Dokumentarfilmgruppe


II. "VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG"
Die jüdische Gemeinde Rothenburgs und das Erinnern nach 1945
Dr. Oliver Gußmann

Die Strafverfahren gegen Verantwortliche der Deportationen aus Mittelfranken
PD Dr. Edith Raim

Stadtführung mit Martin Kamphans oder
„Als der Frieden schon so nah war! Brettheim – eine Dorfgeschichte im Dritten Reich“
Dokumentarfilmgruppe Rothenburg, Filmvorführung


III. TRADITION UND INSZENIERUNG
Wiederaufbau und Retraditionalisierung des Stadtbilds
Hanns-Jürgen Berger

Die Tradition einer Reichsstadt: Was bedeutet das für Rothenburg?
Zwischen reichsstädtischer Herrlichkeit und Versagen im Dritten Reich
Prof. Dr. Horst F. Rupp

Geschichte des Vereins Alt-Rothenburg und sein Umgang mit der Geschichte
Dr. Markus Naser

Generationengespräche Blicke auf Rothenburg: Geschichts-/Filmarbeit
Rundgespräch mit allen Tagungsteilnehmenden
Einführung und Moderation: Ditz Schroer


IV. VERGANGENHEIT UND ZUKUNFT
Schwierigkeiten im Umgang mit der Schuld
Wolf Stegemann

Die Stadt und der Tourismus: Geschichte einer Wechselbeziehung
Michael Kamp M.A.

Lust und Last des Rothenburg-Images
Abschlussdiskussion mit den Referenten und Referentinnen

Ein Könner, der bis heute fasziniert

Reichsstadtmuseum: Philippi-Ausstellung eröffnet

ROTHENBURG – Die Tauberstadt kann sich rühmen von vielen großen Künstlern entdeckt worden zu sein – und dabei gibt es immer wieder neue Schätze zu heben. So auch bei der aktuellen Ausstellung im Reichsstadtmuseum zum 150. Geburtstag des Malers Peter Philippi. Dessen meisterliches Können stellte sein Großneffe Dr. Krapp heraus.
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Hier kommen Sie direkt zu den Infos zur Philippi-Ausstellung auf der Netzseite des Reichsstadtmuseums:

Bitte beachten Sie:
Wir müssen den Röderturm leider vorübergehend wegen eines Trauerfalls schließen. Die Wiedereröffnung wird hier bekanntgegeben.

Reich bebildert:

Anschaulicher Vortrag: Prof. Dr. Alison Rowlands ist im Verein Alt-Rothenburg ein immer gern gesehener Gast und bekannte Referentin.

Voller Saal:

Aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer in der "Kelter" der "Glocke".

Viele interessante Redebeiträge

gab es nach dem Vortrag von Prof. Dr. Alison Rowlands.

Linde-Verzeichnis aktualisiert

Dr. Hellmuth Möhring

© Jochen Ehnes

Dr. Hellmuth Möhring, 2. Vorsitzender des Verein Alt-Rothenburg, hat sich die Mühe gemacht und das Verzeichnis der "Linde" von Beginn 1909 bis zum Jahr 2014 aktualisiert.

Sie können es sich hier als PDF-Datei herunterladen. Eine interessante Lektüre. Erstaunlich, welche Beiträge man hier (wieder) findet.
zum aktuellen Verzeichnis [1.092 KB]

Der Zeit voraus: das Reichsstadtmuseum Rothenburg

01. Oktober 2016 - 30. September 2017
Medien der Reformation - Kampf der Konfessionen.
"Shitstorm" in der Renaissance?


Der ansbachische Kanzler Georg Vogler hinterließ nach seinem Tod 1550 der Stadt Rothenburg eine riesige Sammlung von reformatorischen Flugschriften. In diesem Fundus wird der erbittert geführte Glaubens- und Kulturkampf, der während der Reformation tobte, auf dramatische Art deutlich.

Das Reichsstadtmuseum wird in einer Ausstellung diese Konflikte, die sich sehr stark in den frühen Printmedien der Neuzeit niederschlugen, wieder aufleben lassen. Den Auswirkungen kann man heute noch nachspüren und findet erschreckende aktuelle Parallelen: Bildersturm, zerstörte Gebäude, Hassprediger sind keine Phänomene der Gegenwart, sondern waren damals bereits Realität.

Natürlich werden auch wieder Aktionen am Internationalen Gästeführertag, zum "Rothenburger Frühling", Tag des offenen Denkmals und während der "Stadtmosphäre" stattfinden. Diese werden kurzfristig hier, im Rothenburger Veranstaltungskalender und / oder im Fränkischen Anzeiger bekanntgegeben.

Jahresgabe 2015 erschienen

Pünktlich zum Fest

Als Jahresgabe für 2015 bietet der Verein Alt-Rothenburg seinen Mitgliedern einen kunstgeschichtlichen Leckerbissen. Im Verlag des Vereins ist vor kurzem Johanna Kätzels Studie über "Das Grabmal des Hans von Peulendorf und seiner Frau Margarethe von Ehenheim in der Franziskanerkirche zu Rothenburg ob der Tauber" erschienen. Auf 179 Seiten wird das Wesen spätmittelalterlicher Epitaphien exemplarisch beschrieben und erklärt. Das Buch wurde bei Schneider-Druck in Rothenburg in mustergültiger Qualität hergestellt, das Layout besorgte Dr. Hellmuth Möhring.

Rothenburgs Kirchen sind relativ arm an figürlichen Grabmälern. In der Johanniskirche finden wir eines für Jörg von Scharstett (verstorben 1459) und ein weiteres für Wolfram Geisendörfer (1455). In der Spitalkirche befindet sich das Epitaph des Grafen Otto von Flügelau (1317). Und in der Franziskanerkirche haben sich die Großplastiken des Peter Kreglinger (1404), des Dietrich von Berlichingen (1484) und eben die des Peulendorf-Ehepaars erhalten.

(Foto: Reichsstadtmuseum)

Als Säulengrabmal und als Doppelgrabmal ist Letzteres zunächst rein äußerlich schon etwas Besonderes. Aber auch seine Aussage hebt es über viele zeitgenössische Vergleichsobjekte hinaus, es handelt sich nicht um ein "Standardgrabdenkmal". Denn hier wird das Selbstverständnis des spätmittelalterlichen Adels sehr deutlich: Wie sehe ich mich, wie will ich von meinen Mitmenschen (und der Nachwelt) gesehen werden? Johanna Kätzel hat sowohl das Kollektive wie das Individuelle herausgearbeitet und die Eheleute zum einen als Vertreter ihres Standes, zum anderen aber auch als unverwechselbare Persönlichkeiten charakterisiert. Zu diesem Zweck hat sie in gründlicher Forschungsarbeit den sozialen und familiären Hintergrund des adeligen Paares recherchiert und ist sehr genau und kenntnisreich auf Rüstung und Kleidung eingegangen. Die spezielle kunsthistorische Arbeit, zu der man ein diffiziles Handwerkszeug benötigt, wird durch eine stilistische und formale Einordnung, etwa durch den Vergleich mit den Werken Riemenschneiders oder den Ansbacher "Schwanenrittern", geleistet. Zu beiden existieren deutliche Parallelen.

(Foto: Reichsstadtmuseum)

Dr. Markus Naser charakterisiert in seinem Vorwort die Arbeit folgendermaßen: "Johanna Kätzel betrachtet das Peulendorf-Grabmal nämlich keineswegs isoliert, sondern vor dem Hintergrund der spätmittelalterlichen Gesellschaft mit ihrer tiefen Frömmigkeit, ihrem ausgeprägten Standesbewusstsein und der daraus resultierenden elaborierten Begräbniskultur. Ihr Buch wird dadurch zu weit mehr als 'nur' einer wissenschaftlichen Abhandlung über ein spätmittelalterliches Grabmal. Es wird zu einer gelungenen Einführung in eine andere Zeit und in eine andere Welt, nämlich in die Welt des Mittelalters. Dass die Arbeit dennoch allen wissenschaftlichen Standards vollauf genügt und zahllose Literaturverweise und Quellenbelege enthält, macht die Arbeit nur umso wertvoller."

Unmittelbar östlich des figürlichen Denkmals ist die schlichte steinerne Grabplatte des Ehepaars (mit einer Inschriftentafel aus Messing) in den Boden eingelassen. Wer sich für die Rothenburger Geschichte und Kunst interessiert, sollte sich bei einem Besuch der Franziskanerkirche ein bisschen Zeit lassen und das Peulendorf-Grabmal genauer studieren.

Das Buch kann für 9.80 Euro im Stadtarchiv und im örtlichen Buchhandel erworben werden.

Alle Autor/innen des neuen Rothenburg-Buches

Waren alle ohne Honorar für das neue Buch aktiv

Die Autorinnen und Autoren des über 700 Seiten starken Buches zur Rothenburger Stadtgeschichte. Mit dabei: die Herausgeber, Vertreter des Theis-Verlages und OB Walter Hartl (re.) Foto: Jochen Ehnes

Großes Rothenburg-Geschichtsbuch

Von der Frühzeit bis in die Gegenwart – Beiträge ausgewiesener Experten auf 722 Seiten
Offizielle Vorstellung des Buches am Freitag, 11.12.2015


ROTHENBURG – Ein wichtiges Werk zur Rothenburger Stadtgeschichte und der des Umlandes wird im November erscheinen. Herausgeber sind Prof. Dr. Horst F. Rupp und Prof. Dr. Karl Borchardt, beide mit Rothenburg und der Stadthistorie eng verbunden. Zahlreiche Autoren bereichern das über 700 Seiten umfassende Werk.
Am Freitag, 11.12.2015 wurde das Buch offiziell im Reichsstadtmuseum vorgestellt.
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Bilder des Abends finden Sie ein Stück weiter unten.

Das berichtete der "Fränkischer Anzeiger" über die Buchvorstellung
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Schlaglichter des Abends

Wir zeigten den Film am 20. November 2015

Der Film, der nicht nur in Rothenburg

Aufmerksamkeit erregte: Er wird auf dieser Tagung gezeigt. Auch der "Brettheim"-Film wird vorgeführt.

Fundstück - Filmclip Rothenburg um 1950

Rothenburg unterm Hakenkreuz

Noch vor drei Jahrzehnten war das Thema Nationalsozialismus in Rothenburg weitgehend tabu, als ob es die zwölf Jahre der Entrechtung und Entmenschlichung nicht gegeben hätte. Lediglich Dieter Balb brachte im Fränkischen Anzeiger schon früh eine Artikelserie zur NS-Zeit heraus. Doch zu einer umfassenden Aufarbeitung anderer, die man erwarten konnte, kam es nicht. Dagegen wurde in zeitnahen und zeitfernen Schilderungen der Bombardierung die „Opferrolle“ der Stadt und ihrer Einwohner unter der „Flammenwalze feindlicher Bomber“ in allen Einzelheiten darstellt. In den letzten Jahren erforschte eine Gruppe von Bürgern unterm Dach des Evangelischen Bildungswerks die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Rothenburg und damit auch ihr tragisches Ende in der NS-Zeit.

Auch wenn der Verein Alt-Rothenburg in den letzten Jahren sich des Themas in Publikationen lobenswert annahm, so haben bis heute diejenigen, die für die Darstellung der Stadtgeschichte Verantwortung getragen haben und tragen, die Jahre des Nationalsozialismus bis heute umfassend und zusammenhängend nicht erforscht und somit auch nicht begreiflich gemacht, wie dieser nationalsozialistische Hochmut in Rothenburg schon in den 1920er-Jahren entstehen konnte und welche bösen Früchte er bis 1945 trug. Nicht nur die stark beklagte Bombardierung der Stadt mit 96 Toten.

Diese Online-Dokumentation, verantworten die Herausgeber und das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Rothenburg. Mit der Darstellung der Geschehnisse zwischen 1920 und 1945 und der Jahre danach bis etwa 1960 stehen wir erst am Anfang des Versuchs, die vielfältigen Fragen zu beantworten, wie es dazu kommen konnte, dass zwölf Jahre deutscher Geschichte, eigentlich nur ein Wimpernschlag, unauflöslich mit den Verbrechen der Nationalsozialisten und mit dem Namen Adolf Hitler verbunden sind und sie ausreichten, Europa zu zerstören. Ohne die vielen kleinen Nazis in den Städten und Dörfern, ohne die vielen Mitläufer und Stummen wären diese zwölf Jahre nicht möglich gewesen. Damit lässt sich die unheimlich erscheinende Logik verbinden, dass diese Geschichte nur so und nicht anders abrollen musste.
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